Budget 2026 und Steuerfuss 96 % (wie bisher)
Traktandum 2

Sehr geehrte Stimmbürgerinnen und Stimmbürger

Das Budget 2026 der Volksschulgemeinde Erlen steht erneut im Zeichen wachsender Schülerzahlen, erweiterter Angebote und neuer Infrastruktur. Die Gesamtrechnung weist ein negatives operatives Ergebnis von CHF –246’450 aus. Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Positionen.

Die Behörde hat das Budget gemeinsam mit den Lehrpersonen und der Geschäftsleitung im üblichen Rahmen sorgfältig erarbeitet. Dabei wurde darauf geachtet, die Aufwände so weit wie möglich zu reduzieren, ohne die Qualität der Schule zu beeinträchtigen.

Das Budget basiert auf einem unveränderten Steuerfuss von 96 %. Dank der hohen Eigenkapitalreserve von gut CHF 6,97 Mio. per Ende 2024 ist der ausgewiesene Aufwandüberschuss für die Schule tragbar.

Die Schule Erlen bleibt jedoch weiterhin stark von den kantonalen Finanzausgleichsleistungen abhängig. Ein Zusammenhang ist klar: Höhere Steuererträge führen automatisch zu tieferen Ausgleichsleistungen, tiefere Steuererträge entsprechend zu höheren Ausgleichsbeiträgen.

Abschreibungen Verwaltungsvermögen

Die Abschreibungen betragen im Budget 2026 insgesamt CHF 1’301’096. Sie setzen sich wie folgt zusammen:

  • Hochbauten: CHF 1’137’495. Dies entspricht einer Zunahme um CHF 354’715 gegenüber dem Vorjahr. Erstmals fallen hier die Abschreibungen für das neue Kreativhaus sowie für die renovierte Turnhalle an.
  • Technische Anlagen: CHF 73’299. Dieser Wert entspricht dem Vorjahresniveau.
  • Informatik-Hardware: CHF 90’302. Der Bedarf liegt um CHF 25’877 höher als im Vorjahr.

Die zusätzlichen Abschreibungen spiegeln die Investitionen der letzten Jahre in moderne und zweckmässige Infrastruktur wider, die den Schülerinnen und Schülern langfristig zugutekommt.

Fiskalertrag

Der budgetierte Steuerertrag beläuft sich auf CHF 7’326’000. Diese Prognose wurde in enger Absprache mit beiden politischen Gemeinden erstellt. Die Steuerentwicklung hat eine unmittelbare Auswirkung auf den Finanz- und Lastenausgleich:

  • Höhere Steuereinnahmen führen zu tieferen Ausgleichszahlungen.
  • Tiefere Steuereinnahmen bedingen höhere Ausgleichsleistungen.

Der Fiskalertrag bleibt damit eine zentrale und gleichzeitig volatile Grösse im Budgetprozess.

Fazit

Die Volksschulgemeinde Erlen investiert weiterhin in moderne Infrastruktur, zusätzliche Betreuungsangebote und eine qualitativ hochwertige Ausbildung für unsere Kinder. Diese Entwicklungen führen zwar zu höheren Aufwänden, sie stärken jedoch langfristig die Attraktivität unserer Schule und die Zukunftschancen der Schülerinnen und Schüler.

Das Budget 2026 zeigt eine weiterhin solide Finanzlage, die dank der Eigenkapitalreserven verkraftbar bleibt. Gleichzeitig machen die steigenden Abschreibungen sowie die Abhängigkeit vom kantonalen Finanzausgleich deutlich, dass die finanzielle Entwicklung auch künftig aufmerksam zu beobachten ist. Die Behörde wird weiterhin alles daransetzen, die Aufwände im Rahmen des Notwendigen zu halten und die Mittel zielgerichtet einzusetzen.

Wir danken Ihnen, geschätzte Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, für Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung.